„Alkoholfrei Sport genießen“

Auf diese gemeinsame Aktion der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und dem Deutschen Olympischer Sportbund (DOSB) wurde der FFK aufmerksam und wollte wie viele weitere Vereine in Deutschland daran teilnehmen. Dazu war lediglich eine Anmeldung mit näheren Angaben nötig. Zur Unterstützung wurde dann fristgerecht ein Starterpaket verschickt.

Alkoholfrei Sport genießen

Die Planung des FFK sah vor, dass man die Aktion aufteilte. Mit dem mündlichen Beitrag wollte man die Leute altersgerecht zuerst mit einem Vortrag über Alkoholprävention ansprechen und sensibilisieren. Hier war Eigeninitiative gefragt und auch so von der BZgA und vom DOSB gewollt.  Mit dem praktischen Teil wollte man mögliche Lösungsvorschläge anregen, wozu das Starterpaket nützlich sein sollte.

Die erste Ernüchterung kam beim Auspacken. Die versprochenen T-Shirts passen der u12 frühestens in der u17. Den Shaker kann man in der Puppenstube ablegen. Die kleinen Bälle rochen nach dem Auspacken sehr intensiv in der Nase. Das Rezeptbuch über alkoholfreie Cocktails arbeitet viel mit Kokosmilch. Hier muss man wissen, dass das von den Kids wegen des Geschmacks abgelehnt wird. Aber da waren ja noch viele Broschüren und Flyer. Dazu später mehr.

Teil 1 der Aktion war der mündliche Vortrag von Frank Milbich. Der Handballer aus Baden ist ein trockener Alkoholiker. Er referiert regelmäßig hemmungslos, ehrlich und erfolgreich vor Schulklassen. Allerdings war es schwierig, die Jugend für die freiwillige Teilnahme dieser Aktion zu überreden. Die Teilnahme von engagierten Eltern war größer als die der Kids. Jedoch muss man sagen, dass es sich für die wenigen anwesenden Jugendlichen  jederzeit gelohnt hat, sich hier einzusetzen. Alle waren sehr beeindruckt und beteiligten sich rege beim Gespräch. Zum Probieren wurde ein Cocktail aus dem Rezeptbuch angeboten, der allgemein Anklang fand und später vom FFK zum „Ippon“ umbenannt wurde. Das Mitteilungsblatt der Verwaltungsgemeinde Rosenstein berichtete von dieser Aktion unter den Vereinsnachrichten. Jedoch verschwiegen beide Tagespressen den Vortrag und lässt somit offenen Raum für Spekulationen.

Teil 2 der Aktion war mehr die praktische Arbeit beim Rosensteinpokalturnier der u14/17. Drei engagierte u12-Judokas mixten unter Anleitung von Clemens drei verschiedene alkoholfreie Cocktails zusammen. Das Interesse war gut, der „Ippon“ war mit seinem süß/säuerlichem Geschmack der Renner. Der „Wazari“ versprach mehr fruchtigen Inhalt. Der „Yuko“ war mehr auf süß und Marzipan-Geschmack ausgerichtet. Der Verkauf ging mit über 90% an die Kids. Die wenigen erwachsenen Konsumenten reagierten begeistert und fanden die Aktion toll.

Nach solch einer Aktion gibt es immer ein Fazit. Frank Milbich hat in der Bucher Dorfschenke geschmunzelt, als ich mein Starterpaket ausgelegt habe. Ich wollte nicht wahrhaben, dass die Broschüren und Flyer nicht angenommen werden. Selbst ein aufmunterndes Anregen zum Mitnehmen half nicht. Es blieb einfach liegen, auch beim Rosensteinpokalturnier. Es war schwierig die Zielgruppe über Wort und Bild anzusprechen. Der Ausschank der Cocktails kam jedoch sehr gut an. Das sollte der weitere Weg sein, hier an dem Bewusstsein für Alternativlösungen zum Alkohol zu arbeiten. Preislich kann der Cocktail mit Alkohol sowieso nicht konkurrieren.

Der Verein nahm die Pflichten als 3. Erziehungsinstanz ernst und hat seine Aufgabe mit einer insgesamt gelungenen Aktion wahrgenommen.

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